Gründung

Wir, die Mitgliederinnen und Mitglieder des Lanz-Bulldog-Club-Holstein e.V.(L-B-C-H e.V.) haben uns zum Ziel gesetzt, historische landwirtschaftliche Maschinen und Geräte aller Art zu erhalten. Diese sollen nicht nur restauriert, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Seit nunmehr über 20 Jahren geschieht das auf den Veranstaltungen in Meezen und später in Brokstedt bei Neumünster. Vertreten ist hauptsächlich die Marke Lanz-Bulldog, jedoch erfreuen sich auch andere Marken zunehmender Beliebtheit. Es soll ihnen durch die Clubzugehörigkeit ein Eindruck über alte Landtechnik sowie über die Mechanisierung in der Landwirtschaft vermittelt werden. Weiterhin soll vorhandenes Interesse geweckt und der sogenannte Pioniergeist gefördert werden.
In verschiedenen Landesteilen von Schleswig-Holstein begannen Sammler Anfang der 70erJahre, ausgemusterte Trecker vor der Verschrottung zu bewahren. Durch die einmalige Motorenkonstruktion von Lanz-Bulldogs begann ein Run auf den von 1920-1953 gebauten Einzylinder-Zweitakt-Glühkopf-Schlepper mit bis zu 10 Liter Hubraum. Durch Robustheit und lange Lebensdauer zeichnen sich diese Maschinen aus. Nicht zu vergessen die Halb- und Volldiesel-Bulldogs. Insgesamt hat das Werk in Mannheim bis 1953 etwa 150.000 Stück Bulldogs gebaut. Diesen eifrigen Sammlern verdanken wir die vielen noch erhaltenen Oldies und die jetzt so beliebte Szene um sie herum.
Peter Nolte
aus Neumünster nahm Mitte der 70er Jahre Kontakt zu einigen Bulldog-Sammlern auf, führte gemeinsame Gespräche in Itzehoe und Husberg und gründete eine Interessengemeinschaft, die bei der Traktoren- und Ersatzteilsuche behilflich war. Reiner Biermann aus Meezen, bekannt als „Wurzelsepp“, hatte 1975 die Idee, an der Joachimsquelle in Meezen am Himmelfahrtstag ein Bulldog-Treffen zu organisieren. In diesem Jahr trafen 6 Bulldogs ein und es wurde beschlossen, dieses Treffen zu einer ständigen Einrichtung zu machen. Sehr schnell vergrößerte sich der Sammlerkreis auch zu anderen Interessierten im ganzen Bundesgebiet. Die Holsteiner Bulldog-Freunde trafen sich dann regelmäßig 1x im Monat zum Erfahrungsaustausch im Gasthof Langholz in Großharrie. Am 6. April 1979 beschlossen 20 Bulldog-Freunde, einen Lanz-Bulldog-Club zu gründen, der später als eingetragener Verein mit der Verpflichtung entstand, gemeinnützig zu arbeiten.
Zu nennen sind an dieser Stelle die Vereinsgründer mit Peter Nolte als 1. Vorsitzenden, Hans Butenschön als Schriftwart und Heinz Wilke als technischem Referenten. Schnell kam der Gedanke auf, eine Clubzeitschrift herauszubringen. „Der Pionier“ wird seitdem vierteljährlich herausgegeben. Heute erscheint das Fachinformationsblatt mit einer Auflage von über 1.500 Stück und erfreut sich steigender Beliebtheit.    
Die damalige Veranstaltung an der Joachimsquelle in Meezen wurde zuletzt von mehr als 100 Lanz-Bulldogs und anderen Fabrikaten genutzt. Die über 12.000 Besucher verursachten ein Verkehrschaos, weil die Straßen und Stellplätze nicht für eine Veranstaltung dieser Art angelegt waren. Aus diesem Grunde wurde ein anderer Standort gesucht. Ein geeigneter Platz fand sich im Jahre 1984 in Brokstedt, das Gelände vom MSC Brokstedt und die dazugehörige Speedway-Bahn war gefunden. Das international anerkannte Renngelände gibt uns keine Umweltprobleme auf, um über 600 Traktoren und Geräte auszustellen. Der Lanz-Bulldog-Club-Holstein e.V. ist heute in 17 Ländern der Erde mit den dazugehörigen über 1100 Mitglieder/-innen vertreten. Jeden ersten Freitag des Monats wird ein Clubabend in Bordesholm im Hotel Carstens abgehalten. Die ca. 80 Personen freuen sich über Fachinformationen, Filmbeiträge, usw.
Wir möchten zum Mitmachen motivieren. Der LBCH e.V. bietet für Jung und Alt an Aktivitäten, was das Sammlerherz erfreut. Helfen Sie mit, landwirtschaftliches Kulturgut zu erhalten. Wir freuen uns, Sie als Mitglied im Lanz-Bulldog-Club-Holstein begrüßen zu können. Besuchen Sie uns doch einfach mal auf einem Clubabend in Bordesholm, denn "Bordesholm lohnt immer".
Hier finden Sie eine Wegbeschreibung, wie Sie zu unserem Clubsaal im Hotel Carstens kommen.
Heiko Breunle