Vorwort 150

zurück zu Pionier 150

altLiebe Oldtimer- und Lanz-Bulldog-Freunde und Freundinnen!

Mit dem aktuellen Exemplar haltet Ihr die150. Ausgabe unserer Vereinszeitschrift in den Händen. Das kann ich im Grunde kaum glauben, aber unser Pionier befindet sich ja auch schon im 38. Jahr. Damit kommt unsere Zeitung auch langsam in das gesetztere Alter, aber so sieht sie zum Glück nicht aus. Im Gegenteil, der Pionier hat in den letzten 2 Jahren, in dem unser neues Team tätig ist, nochmals an Tiefe und Kompetenz gewonnen. Natürlich haben wir feste Vorstellungen, wie unsere Zeitschrift aussehen soll. Der Pionier ist eine Vereinszeitung, die sich zum Großteil aus Mitgliedsbeiträgen finanziert, nur an Mitglieder und Abonnenten versandt wird und somit unabhängig von Verkaufszahlen ist. Wir brauchen daher die Zeitschrift nicht so gestalten, dass sie zu spontanen Käufen am Kiosk anregt und können deshalb auf reißerische Aufmachung des Titelbildes verzichten. Das mag vielleicht so manchem Leser fremd vorkommen, denn der ein oder andere ist heute durch die permanente Reizüberflutung etwas abgestumpft. Aber wir haben uns ganz bewusst für diesen Stil entschieden und werden diesen auch weiter pflegen. Denn der Pionier steht für Seriösität, Kompetenz und Qualität. Und flotte Sprüche, reißerische Überschriften oder irgendwelche Provokationen überlassen wir lieber anderen. Der Pionier ist eine norddeutsche Zeitschrift, wir berichten gerne über Themen aus unserer Region und fühlen uns der Tradition verpflichtet. Die Kernkompetenz des Pioniers ist traditionell die Historie der Fa. LANZ und der Lanz-Bulldog. Aber auch alles andere zum Thema historische Landtechnik ist für uns wichtig, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit vor 1960 liegt. Es gibt noch viele Themen zur historischen Landtechnik, die es wert sind, im Pionier bearbeitet zu werden. Einiges davon haben wir schon in Planung und von manchem Thema ahnen wir heute noch nichts, denn wir richten uns auch gerne nach aktuellen Ereignissen und Entwicklungen. Auch die Berichterstattung über Oldtimerveranstaltungen soll in Zukunft nicht zu kurz kommen, nicht jeder von uns kann alle Treffen besuchen und somit mögen es viele Leser, hierüber informiert zu werden. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der umfangreiche Terminkalender mit den Veranstaltungsterminen vom BHLD. Auf jedem Fall wünsche ich unserem Pionier noch viele weitere Ausgaben über die 150 hinaus, und ich werde daran arbeiten, dass er sich nicht zu sehr vom bisherigen Stil entfernt und dennoch vielfältig bleibt.
Die Zahl 150 hat für uns Traktorfans auch übrigens irgendwie etwas Besonderes. Über 20 Jahre gab es diese „Schallgrenze“ bei der Motorisierung bei der Zahl. Erst als in den 90ern die Landwirte im Osten Deutschlands größere Leistungen brauchten – und auch bezahlen konnten und wollten – ging die Industrie dazu über, vermehrt Großtraktoren mit über 150 PS Leistung anzubieten. Bis dahin markierte die Leistung von 150 PS die Grenze zum teuren Großtraktor, für den es dann kaum noch Anbaugeräte gab. Mit einem über 150 PS starken Traktor kann eben nicht jeder arbeiten, man braucht auch die Geräte dazu.
Beim Pionier kann im Prinzip jeder mitmachen, der eine interessante Geschichte zu erzählen hat, über Geräte und Traktoren oder von einem guten Treffen berichtet möchte. Als Arbeitsgerät benötigt Ihr nur einen Kugelschreiber oder Tastatur und eine Kamera. Auch historische Fotos zum Thema bereichern unsere Zeitschrift sehr. Also: Bitte liebe Clubmitglieder und Leser - helft uns den Pionier weiterhin mit Leben zu erfüllen, denn der Pionier ist – und er war es auch von Beginn an – eine Zeitschrift von LBCH-Mitgliedern für LBCH-Mitglieder.

Euer
Michael Bollweg